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GMES (Global Monitoring for Environment and Security) ist eine gemeinsame Initiative der Europäischen Kommission (EU) und der Europäischen Weltraumorganisation (ESA) zum Aufbau eines eigenständigen europäischen Beobachtungssystems für die globale Umwelt- und Sicherheitsüberwachung.

Ziel von GMES ist es, ein dauerhaft verfügbares und nutzerfreundliches System zur Unterstützung politischer Entscheidungsträger, Behörden, Wirtschaft und der Wissenschaft auf europäischer, nationaler, regionaler und lokaler Ebene zu schaffen. Dabei soll das enorme Potential der satellitengestützten Erdbeobachtung in Verbindung mit in-situ und Modelldaten sowie modernem Datenmanagement insbesondere in den Bereichen Umwelt, Klimaschutz, Zivilschutz, Krisenmanagement und Forschung genutzt werden. Die Nutzerinteressen und die Bereitstellung von verlässlichen Diensten stehen beim Aufbau von GMES im Vordergrund.

Marine Services

Die nachhaltige Nutzung und der Schutz von Meeren und Küstenzonen hat hohe Relevanz im europäischen Verbund. „Marine Services“ ist deshalb einer der drei prioritären Dienste von GMES (Global Monitoring of Environment and Security), die 2009 in den operationellen Betrieb gehen sollen. Aufgrund seiner langen Küstenlinien hat Deutschland hieran großes Interesse: Die Überwachung der marinen Umwelt, sicherer Schiffsverkehr, maritime Raumplanung, Küstenschutz und Küstenzonenmanagement sowie Hafensicherheit stehen dabei im Fokus.

GMES ist ein EU-Schwerpunktthema, in dessen Rahmen die „Marine Core Services“ (MCS) und die „Marine Downstream Services“ (MDS) entwickelt und implementiert werden. Die MCS sollen in Kürze – basierend auf Satelliten-, in-situ- und Modelldaten - operationell regionale und überregionale Basisdaten über den aktuellen Zustand der Meere und zur Verbesserung der Sicherheit (Safety und Security) in Produktform zur Verfügung stellen. Zur Realisierung wird z.Zt. das aus dem 7. EU-Rahmenprogramm finanzierte Projekt “MyOcean” konzipiert. Ziel ist Informationen über den aktuellen Zustand der Ozeane und Küstengebiete zu liefern, darunter globale und regionale Daten sowie operationelle Analysen und Vorhersagen über Ozeane und Meere (z. B. Meeresströmungen, Temperaturen, Salzkonzentrationen).

Basierend auf den MCS sollen Endnutzer über speziell auf ihre Anforderungen zugeschnittene Downstream Services (DSS) mit kundenspezifischen Produkten versorgt werden. Dadurch wird die Informationsbasis über den aktuellen Meereszustand bzw. ein Lagebild zur Beurteilung der Sicherheitssituation deutlich verbessert. Dies ist für Gesellschaft, Politik, Wirtschaft und Behörden von großer Bedeutung und führt zu erheblichen Synergieeffekten.

Weitere Informationen zu GMES finden Sie unter

ec.europa.eu/gmes/

www.gmes.info/

www.esa.int/esaLP/LPgmes.html